Jährlich ereignen sich in Deutschland mehr als eine Million Schulunfälle. Aus diesem Grund haben die Pestalozzi-Schule Pfedelbach und der DRK Kreisverband Hohenlohe e.V. vor vielen Jahren einen Schulsanitätsdienst aufgebaut. Der Schulsanitätsdienst erhöht nicht nur die Sicherheit an der Schule, er fördert auch die Sozialkompetenz der beteiligten Schülerinnen und Schüler.

Schulsanitäter sorgen bei Schul- und Sportfesten, Ausflügen und im ganz normalen Schulalltag für Sicherheit und helfen ihren Mitschülern in Notfällen. Sie sind fit in Erster Hilfe, wissen, wie man einen Verband anlegt und wie man die stabile Seitenlage ausführt. An der Pestalozzi-Schule Pfedelbach werden jährlich alle Schülerinnen und Schüler ab Klassenstufe 6 zu Schulsanitätern ausgebildet. Das nötige Know-how für ihre verantwortungsvolle Arbeit wird ihnen von erfahrenen und vom DRK ausgebildeten Lehrkräften vermittelt.

Die BARMER finanziert die Schulsanitätsrucksäcke, die jede teilnehmende Schule erhält. Darin befindet sich alles Notwendige für die Erste Hilfe: von den Handschuhen über Verbandszeug bis zur Rettungsdecke. Gemeinsam übergaben Andreas Morlock, Regionalgeschäftsführer der BARMER und Katja Hess vom Kreisverband den Erste-Hilfe-Rucksack vor Weihnachten an den Schulsanitätsdienst der Pestalozzi-Schule Pfedelbach. Die verantwortlichen Lehrkräfte, Frau Wolf und Herr Raju, freuten sich gemeinsam mit den Schulsanitätern über dieses Geschenk.

Bei einem Schulunfall muss schnell gehandelt werden, „doch Unwissenheit und Unsicherheit in Sachen Erster Hilfe halten viele davon ab“, weiß Andreas Morlock. „Über den Schulsanitätsdienst kommen Kinder und Jugendliche schon früh mit dem Thema Erste Hilfe in Kontakt, sie verlieren Ängste, übernehmen Verantwortung und behalten das hoffentlich ein Leben lang bei.“ Hess betont, dass jeder eingeladen ist, sich zum Schulsanitäter ausbilden zu lassen: „Bei uns sind alle, nicht nur die Klassenbesten, willkommen“, erklärte die Ausbilderin. Wie zeitgemäß das Einrichten eines Schulsanitätsdienstes ist, zeigt ein Blick auf den neuen Bildungsplan, zu dessen sechs Leitperspektiven auch die Perspektive „Prävention und Gesundheitsförderung“ gehört.